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Die
Handlung
Die Enterprise verfolgt die Spur
eines Massenwahnsinns, der im Laufe der Jahrtausende mehrere
Zivilisationen ausgelöscht hat. Nach Spocks Berechnungen müßte
Deneva das nächste Opfer sein. Die Enterprise macht sich auf den Weg
in das System, kommt aber offensichtlich zu spät, denn sie trifft
auf ein kleines Raumschiff, dessen Pilot von diesem Wahnsinn
befallen ist und sein Schiff direkt in die denevanische Sonne
steuert. Die Enterprise kann ihn nicht mehr retten und nimmt Kurs
auf Deneva. Dort lebt auch Kirks Bruder Sam mit seiner Familie.
Die Enterprise empfängt einen kurzen Notruf von Kirks Schwägerin
Aurelan, und ein Landetrupp, bestehend aus Kirk, Spock, McCoy,
Scotty, Yeoman Zahara Jamal und einer Wache, beamt in die Hauptstadt
des Planeten. Sie ist wie ausgestorben, doch dann erscheinen einige
Männer und wollen mit Knüppeln auf das Team losgehen. Ihren Rufen
zufolge handeln sie jedoch gegen ihren eigenen Willen. Die Männer
der Enterprise sind gezwungen, sie zu betäuben und gehen dann in
Sams Labor. Samuel Kirk ist tot, seine Frau Aurelan schreit in
wilder Agonie und versucht, das Labor vor Eindringlingen zu
beschützen. McCoy betäubt sie und nimmt sie und ihren Sohn Peter,
der bewußtlos ist, mit auf die Enterprise. Kirk ist dabei, als
Aurelan in der Krankenstation erwacht. Sie berichtet von Wesen, die
vor einigen Monaten von Ingraham B kamen. Sie brachten dort Menschen
unter heftigsten Schmerzen unter ihre Kontrolle und zwangen sie, sie
nach Deneva zu fliegen. Nach einem letzten Schrei stirbt Aurelan in
Agonie. Kirk kehrt auf Deneva zurück. Es sind keine weiteren
Kolonisten mehr aufgetaucht, und der Landetrupp sucht nach den
fremden Wesen, die sich bevorzugt im Schatten aufhalten. Sie finden
die Fremden, die fliegenden Pfannkuchen ähneln und den Landetrupp
angreifen. Die Phaserstrahlen zeigen keine Wirkung. Spock wird von
einem der Wesen angegriffen, das sich an seinen Rücken heftet. Kirk
kann es entfernen, doch nun ist auch Spock infiziert.
Alle kehren auf die Enterprise zurück, und McCoy stellt fest, daß
sich Teile des Wesens in Spocks Nervensystem aufhalten, die er nicht
entfernen kann. Spock erleidet stärkste Schmerzen. Er dringt auf die
Brücke vor, und das Wesen in seinem Inneren zwingt ihn, die
Steuerung zu übernehmen. Er kann aber von der Brückencrew
überwältigt werden. McCoy injiziert ihm stärkste Schmerzmittel. Mit
einem Meßgerät zeigt er Kirk die immensen Schmerzen, die Spock
aushalten muß. Spock nutzt eine vulkanische Technik, um den Schmerz
zu beherrschen und ist dann wieder Herr über sich selbst. Da er
bereits infiziert ist, ist er der einzige in Frage kommende, der auf
den Planeten zurückkehren kann, um ein Exemplar für weitere
Untersuchungen zu fangen. Kirk willigt ein, und bald kehrt Spock mit
einer weiteren Kreatur zurück. McCoys Untersuchungen ergeben, daß es
einer Zelle von einer Art Gehirn entspricht. Der Arzt kennt kein
Mittel, um es zu vernichten. Allerdings hat der Denevaner, der in
die Sonne geflogen ist, kurz vor seinem Tod gerufen, daß er frei
sei. Außerdem verkriechen sich die "Pfannkuchen" auf dem Planeten in
den Schatten. Anscheinend ist Licht das Gegenmittel. Kirk setzt
seine ganzen Hoffnungen darauf, da er sonst den Planeten vernichten
müßte, da sich diese Wesen auf keinen Fall weiter ausbreiten dürfen.
Sie setzen die Kreatur einer starken Beleuchtung aus, und das Wesen
stirbt. Dann probiert es Spock, und unter dem Lichteinfluß stirbt
auch das Wesen in seinem Körper, aber Spock erblindet. Wenig später
ergeben Tests, daß nicht das gesamte Lichtspektrum nötig ist.
Ultraviolette Strahlen erreichen das Ergebnis auch. Spock hätte also
gar nicht blind werden müssen.
Die Enterprise setzt einen Ring von Satelliten aus, die Deneva
mit ultraviolettem Licht bestrahlen und den Planeten von den
Parasiten befreien. Als Spock die Brücke betritt, kann er wieder
sehen. Er hat ein inneres Augenlid, das ihn bei starker
Lichteinstrahlung schützt. Allerdings ignorieren es die Vulkanier in
der Regel, so wie die Menschen ihren Blinddarm.
Besprechung
"Operation: Annihilate!" ist die letzte Folge der ersten Season
und hat die Gelegenheit, ein krönender Abschluß zu sein, verpaßt.
"Operation: Annihilate!" besteht nur aus dem Problem, die fliegenden
Parasiten zu vernichten. Es gibt keine ausgeprägten
Persönlichkeiten, und von Kirks Familie erfährt man auch nicht viel.
Sein Neffe Peter ist der einzige Überlebende. In "What are Little
Girls Made of?" erwähnt Kirk, daß sein Bruder George Samuel Kirk
heißt und nur er ihn "Sam" rufe, außerdem hat er drei Söhne. Die
beiden Brüder sehen sich sehr ähnlich, wenn Sam auch älter
erscheint. Das ist kein Wunder, denn er wird ebenfalls von William
Shatner gespielt, der mit einem Schnurrbart und grauen Haaren
versehen worden ist. Und auch wenn es in der Raumflotte heißt "the
show must go on" und es Kirks größtes Problem ist, Deneva zu retten,
so ist es dennoch seltsam, wie schnell er die Trauer über Sams Tod
überwindet, wenn man bedenkt, wie er auf den Tod von David Marcus in
ST III reagiert, den er kaum kennt. Es ist schwer vorstellbar, daß
Kirk die ganze Folge hinweg den Tod seines Bruders so verdrängen
kann, daß man ihm nichts anmerkt.
Spock zeigt, wie sehr er seinen Körper kontrollieren kann, daß er
es damit schafft, die immensen Schmerzen zu verdrängen, aber es ist
doch suspekt, daß er sein inneres Augenlid einfach vergißt und daß
er seine Sicht, als es ihm wieder einfällt, prompt wieder erlangt.
Seine Bemerkung am Ende ergibt auch wenig Sinn, da bei uns Menschen
eigentlich keine Tendenz besteht, den Blinddarm zu ignorieren. Wenn
er schmerzt, kommt er heraus, und das hat mit einem vergessenen
Augenlid wenig zu tun. Das innere Lid schützt die Vulkanier vor dem
Licht ihrer grellen Sonne, also dürften sie es kaum ignorieren, wenn
sie geblendet werden. Spocks Erblindung wäre auch gar nicht nötig
gewesen, da das ultraviolette Licht alleine ausreicht, die Parasiten
zu töten. Aber auch hierzu ist die starke Intensität notwendig. Kirk
sucht nach einer Lösung ohne Nebenwirkungen und vergißt dabei, daß
ultraviolettes Licht energiereicher als sichtbares Licht und somit
gefährlicher ist. Jeder Urlauber mit Sonnenbrand kann dies
bestätigen.
Unwahrscheinlich erscheint auch, daß Spock es in 15 Sekunden von
der Krankenstation zur Brücke schafft. Da ist keine Szene dazwischen
oder ausgelassen, die eine längere Zeit andeuten könnte. Spock
verschwindet aus der Krankenstation, Chapel ruft die Brücke, und in
der nächsten Szene auf der Brücke hört man sie ohne Unterbrechung
weitersprechen (also ist dazwischen keine weitere Szene), Kirk
alarmiert die Besatzung, und schon kommt Spock aus dem Lift. Das
alles dauert genau 15 Sekunden. Es ist immer wieder die Rede
davon, daß die Phaser den Parasiten nichts anhaben können, doch als
Spock auf den Planeten beamt, um ein Exemplar zur Untersuchung zu
besorgen, betäubt er es mit seinem Phaser. Trotz allem hat
"Operation: Annihilate!" auch interessante Aspekte, z.B. die
Tatsache, daß wir Kirks Familie sehen (auch wenn nicht viel daraus
geworden ist).
Das Planetenmodell von Deneva zeigt eine ästhetisch wirkende
blaue Kugel mit wenigen Wolken und deutlich abgesetzten Kontinenten.
Der Planet wird auch als der schönste in der Föderation bezeichnet.
Das Modell sticht hervor, da es in keiner anderen Episode verwendet
wird. Die Hauptstadt von Deneva existiert wirklich. Die
Außenaufnahmen fanden unter freiem Himmel bei der T.R.W. Corporation
in Kalifornien statt. Die Stadt ist futuristisch wie ganz selten
eine in Star Trek.
Die Denevaner tragen die Anzüge aus "The Devil in the Dark".
Schwester Chapel trägt neben ihrer üblichen Schwesterntracht eine
Uniform, die sonst nur Statisten tragen. McCoy trägt sie auch bei
Tormolens Operation in "The Naked Time" und Fisher trägt sie in "The
Enemy Within". Aber Chapel ist die einzige Frau, die wir sie je
tragen sehen. Yeoman Jamal ist ein dunklerer, südamerikanischer Typ.
Leider hat sie kaum Dialog. Es fällt auch negativ auf, daß sie als
Frau die einzige ist, die nicht auf die Denevaner feuert, als das
Landeteam von ihnen angegriffen wird.
Obwohl Uhura die Brücke nicht verläßt, trägt sie an ihrer Uniform
den schwarzen Gürtel. Als Kirk sie zu Beginn der Episode anpflaumt,
hat sie soviel Zivilcourage, sich dagegen zu wehren. Craig
Hundley erscheint wieder in "And the Children Shall Lead" als Tommy
Starnes.
Die deutsche Fassung hat sich einen ziemlichen Fehler geleistet.
Im Original ruft McCoy die Enterprise, um hochgebeamt zu werden, in
der deutschen Version aber Scotty, obwohl der doch auch zur
Landegruppe gehört und im Zimmer nebenan steht.
Spock wird ab "Operation: Annihilate!" regelmäßig als "Vulcan"
bezeichnet und nicht mehr als "Vulcanian".
Nach 29 Episoden ist die erste Season von Star Trek vorüber. Sie
wird von vielen als die beste angesehen. Innerhalb der Season gab es
noch einige Änderungen, z.B. der Abgang von Janice Rand, die
Verwendung der schwarzen Gürtel, "Vulcan" statt "Vulcania", doch zum
Ende hin haben sich die Elemente der Serie weitgehend stabilisiert.
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