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Die
Handlung
Auf der New Paris-Kolonie ist eine
Seuche ausgebrochen. Die Enterprise hat fünf Tage Zeit, die dringend
gegen die Suche benötigten Medikamente zum Planeten Makus III zu
bringen, von wo aus sie weitertransportiert werden soll. Für den
Flug dorthin benötigen sie drei Tage, haben also noch zwei Tage
Reserve. Dennoch ist Commissioner Ferris, der den Transport der
Medikamente überwacht, alles andere als erfreut, als Kirk, einem
Dauerauftrag folgend, beschließt, das quasarähnliche Objekt Murasaki
312, das sich auf dem Weg befindet, zu erforschen. Ferris' Proteste
nützen aber nichts. Kirk schickt die Raumfähre Galileo los, an Bord
Spock, McCoy, Scott, Lt. Boma, Mr. Latimer, Mr. Gaetano und Yeoman
Mears.
Doch Murasaki 312 verhält sich anders als erwartet, es ionisiert
die Enterprise und die Galileo. Die Sensoren beider Raumschiffe
fallen aus, und die Galileo wird aus ihrem Kurs geschleudert und in
Murasaki 312 gezogen. Sie landet unsanft auf dem Planeten Taurus II.
Die Enterprise macht sich sofort auf die Suche nach der Raumfähre,
kommt aber durch den Ausfall der Instrumente nicht weit. Da der
Planet Taurus II Typ M ist, macht sich die Enterprise zu diesem
Planeten auf, um hier nach der Galileo zu suchen. Das Verhältnis
zwischen Kirk und Ferris, der die Suche aufgeben will und fürchtet,
daß die Medikamente nicht mehr rechtzeitig Makus III erreichen, wird
immer gespannter.
Inzwischen erkundet die Besatzung der Galileo die Umgebung und
untersucht die Raumfähre auf Schäden. Sie hat eine Menge Treibstoff
verloren. Um wieder abheben zu können, muß sie erleichtert werden,
und zwar um das Gewicht von drei Personen. Spock beschließt, als
Kommandant zu entscheiden, wer zurückbleiben wird, was den
Widerwillen der Besatzung, besonders von Lt. Boma hervorruft. Er
will lieber das Los entscheiden lassen. Inzwischen macht Latimer die
schmerzliche Erfahrung, daß der Planet bewohnt ist: Der Speer einer
riesigen affenähnlichen Kreatur tötet ihn.
An Bord der Enterprise läßt Kirk die Raumfähre Columbus starten,
die den Planeten nach der Galileo abtasten soll. Die Sensoren und
der Transporter arbeiten noch nicht zufriedenstellend. Auch läuft
die Zeit weiter. Latimer wird beerdigt und die Galileo um 500 Pfund
an Ausrüstung erleichtert. Da entdeckt Scotty ein Leck im
Treibstofftank - nun kann die Raumfähre überhaupt nicht mehr
abheben. Spock schießt zusammen mit Boma und Gaetano auf die
Affenwesen, um sie zu erschrecken. Dann läßt er Gaetano als Wache
zurück. Da er die Reaktion der Planetenbewohner falsch einschätzt,
ahnt er nicht, daß sie sich nicht lange ins Bockshorn jagen lassen.
Bald wird Gaetano getötet.
An Bord der Galileo hat Scotty eine Treibstoff-Alternative
gefunden: Er kann die Energie der Phaser benutzen. Allerdings müßten
sie dann auf ihre Waffen verzichten. Jeder händigt ihm seinen Phaser
aus, und Scotty macht sich an die Arbeit. Der Transporter der
Enterprise arbeitete wieder zufriedenstellend, und Kirk schickt drei
Suchtrupps auf den Planeten. Spock findet Gaetanos Leiche und
bekommt einen ernsten Streit mit McCoy und Boma, da er nicht
einsieht, daß die Affenwesen nicht logisch, sondern emotionell
handeln. Als die Eingeborenen die Galileo mit Felsbrocken angreifen,
setzt Scotty die Außenwand der Fähre unter Strom, was sie für eine
Weile abschreckt. Da sie nun für einige Zeit Ruhe geben, ist Spock
nach einem weiteren Streit mit Boma bereit, Gaetano zu beerdigen.
Andere Affenwesen haben inzwischen einen der Landetrupps
angegriffen und ein Crewmitglied getötet. Ferris erscheint auf der
Brücke und teilt Kirk mit, daß die Zeit abgelaufen ist. Die
Enterprise muß die Suche abbrechen. Die Landetrupps werden
zurückgebeamt, und auch die Columbus kehrt zurück. Mit
Impulsgeschwindigkeit verläßt die Enterprise den Planeten.
Während Gaetanos Beerdigung greifen wieder Affenwesen an und
verletzen Spock. Er wird im letzten Moment von Boma und McCoy
gerettet. Mit der Energie, die sie haben, werden sie nicht sehr
lange in der Umlaufbahn bleiben können. Da sie mit der Enterprise
keinen Funkkontakt bekommen, unternimmt Spock eine Verzweiflungstat:
Er läßt den übrigen Treibstoff ab und zündet ihn. Dadurch kann sich
die Raumfähre nicht mehr in der Umlaufbahn halten und stürzt auf den
Planeten zu. Es wird im Inneren allmählich heiß, und das Schiffchen
wird in der Atmosphäre bald verbrennen. Doch auf der Enterprise ist
man auch Spocks Notsignal aufmerksam geworden. Gerade noch
rechtzeitig werden die fünf Personen aus der verbrennenden Fähre
herausgebeamt. Die Enterprise macht sich jetzt mit
Warpgeschwindigkeit auf den Weg, um Makus III pünktlich zu
erreichen. Spock erzählt Kirk, daß die Logik ihm geraten hat, eine
Verzweiflungstat zu begehen, und kann nicht zugeben, daß er
emotional gehandelt hat.
Besprechung
"The Galileo Seven" behandelt ein delikates Problem für Spock: Er
ist gestrandet auf einem fremden Planeten und kommt mit logischer
Handlungsweise nicht weiter, was ihm die anderen
Besatzungsmitglieder andauernd vor die Nase halten. Immerhin kosten
seine Fehlentscheidungen zwei Männern das Leben. Mr. Boma hält Spock
laufend seine Kaltschnäuzigkeit vor, während McCoy andauernd
andeutet, daß Spock doch nur auf die Gelegenheit gewartet hätte, ein
eigenes Kommando zu führen. Die beiden bereiten Spock die meisten
Probleme. Yeoman Mears sagt nicht viel, während Scotty eher zu Spock
hält und im Grunde der einzige ist, der zu der Situation etwas
Sinnvolles beiträgt, indem er die Raumfähre instandsetzt.
Es ist das erste Mal, daß die Raumfähre in der ST-Serie
eingesetzt wird. Sie erscheint wieder in "The Menagerie", "The
Doomsday Machine", "Journey to Babel", "The Immunity Syndrome", "Let
that be your Last Battlefield" und "The Way to Eden". Für die
Dreharbeiten wurde ein Miniaturmodell der Raumfähre gebaut, außerdem
ein großes Modell, das auch heute noch existiert, sowie das Innere
der Fähre. Es wird auch das in "The Conscience of the King" erwähnte
Flugdeck gezeigt. Die Raumfähre kann bis zu sieben Personen
transportieren und ist für Flüge innerhalb eines Sonnensystems
geeignet. Sie wird selten eingesetzt, da es mit dem Transporter
schneller und einfacher geht. Angeblich hat die Enterprise 12
Raumfähren, es waren aber nie mehr als zwei zu sehen. In den anderen
Episoden heißen die Raumfähren ebenfalls Galileo (manchmal ist noch
eine andere Nummer angefügt). Als die Galileo in dieser Folge den
Planeten verläßt, ist es das einzige Mal, daß man sie durch die
Atmosphäre fliehen sieht. Sie hat gerade die Wolkendecke
durchstoßen.
Lt. Kelowitz, der einen der beiden Landetrupps leitet, erscheint
noch einmal in "Arena" und "This Side of Paradise". Phyllis Douglas
(Yeoman Mears) spielt in "The Way to Eden" eines der Hippiemädchen.
Die Kisten und Behälter, die zur Überprüfung des Transporters auf
die Enterprise gebeamt werden, dienten schon in "Dagger of the Mind"
zum Verschicken von Fracht. McCoy und Mears tragen auch einige
dieser Behälter aus der Galileo.
"The Galileo Seven" enthält einige wissenschaftliche Fehler. Das
quasarähnliche Phänomen Murasaki 312 (welches auch wieder in der
TNG-Episode "Data's Day" erwähnt wird), ist als wolkenähnliches
grünes Gebilde auf dem Bildschirm zu sehen. Als diese Folge 1966
gedreht wurde, waren die Quasare erst kürzlich entdeckt worden, und
man wußte noch nicht viel über sie. Erst später kam man zu der
Erkenntnis, daß Quasare mit radioaktiven Galaxien (radioaktive
Galaxien senden Radiostrahlung, keine radioaktive Strahlung, aus)
verwandt und Milliarden von Lichtjahren von uns entfernt sind. Auch
als quasarähnliches Objekt kann man Murasaki 312 daher nur schwer
akzeptieren. Allerdings haben Astronomen vor kurzen Objekte
entdeckt, die innerhalb unserer Galaxis liegen und Miniquasaren
ähneln, so daß die Drehbuchautoren damit vielleicht doch gar nicht
mal so falsch lagen.
Wenn die Galileo durchs All fliegt, ziehen an ihr Sterne vorbei,
was aber nicht sein dürfte, da die Raumfähre so hohe
Geschwindigkeiten gar nicht erreichen kann. In einer Szene sieht man
sogar die Sterne an der Enterprise vorbeiziehen - obwohl sie gerade
Taurus II umkreist. Es bleibt auch ungeklärt, weshalb Kirk
ausgerechnet auf Taurus II nach der Galileo sucht, denn ihm standen
vier komplette Sonnensysteme zur Auswahl, in denen die Galileo
verschollen sein könnte.
Taurus II ist der Standardplanet der ersten Season, aber diesmal
dominiert grün. Man sieht Wolkenstreifen und schwarze Flecken. Die
Oberfläche ist zum Teil felsig, teilweise auch in dichtem Nebel
verborgen. "The Galileo Seven" ist die letzt Folge, in der die
Phaser an dem gelben Stoffband befestigt werden. Danach befinden sie
sich an einem schwarzen Plastikgürtel.
Der deutsche Titel "Notlandung auf Galileo 7" ist schlicht und
einfach falsch, weil der Planet Taurus II heißt. "Die Sieben von der
Galileo" wäre besser und korrekt gewesen. CIC-Video hat den Titel
bei der Neuveröffentlichung auf Video in "Notlandung der
Galileo 7" umbenannt.
In der deutschen Fassung fehlen die Szenen nach dem Vorspann, als
sich die Enterprise gerade von dem Sturm erholt und die Reaktionen
der Besatzungsmitglieder in der Galileo nach dem Absturz gezeigt
werden, sowie die Szene, in der die Affenkreatur Mr. Gaetano tötet.
Die Raumfähre Columbus wird einfach nur "Raumfähre C" genannt.
Bantam Books veröffentlichte zu "The Galileo Seven" einen
Fotoroman. Er sollte wohl auch bei Bastei Lübbe auf Deutsch
erscheinen, da im vorangegangenen Roman "Flucht aus der
Vergangenheit" noch die Vorschau auf diesen Roman enthalten war, er
wurde aber doch nicht mehr herausgegeben.
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