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Die
Handlung
Dr. Thomas Leighton ruft die
Enterprise zum Planeten Q. Er will Kirk ein neues Nahrungsmittel
vorstellen, das der Hungersnot auf Cygnia Minor ein Ende bereiten
könnte. Wie sich herausstellt, ist das jedoch nur ein Vorwand: Vor
20 Jahren verhängte Gouverneur Kodos auf der Kolonie Tarsus IV das
Kriegsrecht. Durch eine botanische Katastrophe wurden die
Nahrungsmittel auf Tarsus IV knapp, und sie reichten nicht mehr für
alle. Eine Hungersnot brach aus. Kodos ließ daher die Hälfte der
Kolonisten umbringen, um der anderen das Überleben zu ermöglichen.
Als früher als erwartet Nachschub eintrat, hatten bereits Tausende
von Menschen ihr Leben verloren. Dr. Leighton und Kirk gehörten
damals zu den Zeugen des Massakers. Kodos selbst ist damals
angeblich bis zur Unkenntlichkeit verbrannt.
Doch Dr. Leighton glaubt das nicht. Er ist überzeugt, daß Kodos
noch lebt und sich hinter der Identität des Schauspielers Anton
Karidian verbirgt. Die Karidian-Truppe gibt auf dem Planeten Q eine
Vorstellung. Dr. Leighton geht mit Kirk zur Aufführung, um ihm
Karidian zu zeigen. Kirk ist sich seiner Sache nicht ganz sicher.
Auf der Enterprise verlangt er Informationen über Kodos vom
Bibliothekscomputer, die ihn aber auch nicht viel weiterbringen.
Er kehrt zurück in das Haus der Leightons, die eine Party geben,
zu der auch Karidian eingeladen ist. Aber nur Lenore, Karidians
Tochter, ist gekommen. Kirk unterhält sich mit ihr und beginnt eine
Romanze. Sie machen einen Spaziergang und finden die Leiche von Dr.
Leighton. Damit ist, wie schon des öfteren in der Vergangenheit, ein
weiterer Zeuge des Kodos-Massakers umgekommen. Kirk will nun der
Sache genauer nachgehen und arrangiert, daß es Schwierigkeiten mit
dem Transport der Schauspielergruppe zur nächsten Vorstellung gibt.
Sein Plan klappt: Lenore kommt an Bord und bittet Kirk, sie mit der
Enterprise zur Benecia-Kolonie zu bringen. Dafür will die Truppe
eine Sondervorstellung an Bord der Enterprise geben.
Während die Enterprise auf dem Weg nach Benecia ist, geht Kirk
der Kodos-Sache weiter nach. Vom Computer erfährt er, daß jetzt
neben ihm Lt. Kevin Riley der einzige überlebende Zeuge des
Massakers ist. Um ihn zu schützen, läßt er ihn wieder in den
Maschinenraum zurückversetzen. Kirk zeigt Lenore das
Observationsdeck, von dem man aus das Flugdeck sehen kann, und
versucht, sie auszufragen. Aber er bekommt nicht viel brauchbares
aus ihr heraus.
Spock, dem Kirks Verhalten sonderbar vorkommt, hat sich
inzwischen mit der Kodos-Akte vertraut gemacht. Die meisten
Augenzeugen des Kodos-Massakers sind gerade dann umgekommen, wenn
das Karidian-Ensemble in der Nähe war. Jetzt zerstreut auch Dr.
McCoy Spocks Bedenken nicht mehr. Da Riley sich im Maschinenraum so
sehr langweilt, singt Uhura für ihn aus dem Aufenthaltsraum über
Intercom ein Lied vor. So abgelenkt, merkt Riley nicht, daß ihm
jemand etwas in sein Getränk schüttet. Schon nach wenigen Schlucken
bricht er bewußtlos zusammen. Seine Überlebenschancen stehen nicht
gut. Sollte er sterben, wäre Kirk der einzige noch lebende
Augenzeuge. Kirk ist sich nun sicher, daß Karidian Kodos ist. Er
bespricht die Sache gerade mit Spock, als sie feststellen, daß in
Kirks Kabine ein überlasteter Phaser kurz vor der Explosion steht.
Kirk findet ihn im letzten Moment und wirft ihn in den
Müllschlucker, der ihn weitgehend unschädlich macht.
Daraufhin stellt Kirk Karidian zur Rede, der zwar zuerst
ausweicht, dann aber zugibt, Kodos zu sein. Sein Gewissen plagt ihn
noch heute. Er beklagt sich, daß die Entscheidungen eines Führers
immer im Nachhinein beurteilt werden und nicht aus der Situation
heraus, in der sie gefallen sind. Wäre damals auf Tarsus IV der
Nachschub später eingetroffen, hätte seine Entscheidung Tausenden
von Menschen das Überleben ermöglicht, und er wäre ein Held gewesen.
Lenore kommt dazu und ist verärgert, als sie merkt, daß Kirk sie nur
benutzt hat. Kodos wird unter Bewachung gestellt, aber die
Aufführung der Theatergruppe soll dennoch stattfinden.
Riley erholt sich währenddessen wieder. Als er zufällig
mitbekommt, daß Karidian Kodos ist, entwendet er einen Phaser und
schleicht hinter die Bühne, auf der gerade die Aufführung
stattfindet. Kirk kann ihn gerade noch davon abhalten, auf Kodos zu
schießen. In der Pause verrät Lenore ihrem Vater, daß sie selbst
alle Augenzeugen beseitigt hat. Sie ist von der Idee besessen, daß
sie ihn schützen muß. Als Kirk auf die Bühne kommt, entreißt Lenore
ihm den Phaser und will den Captain töten. Doch sie erwischt mit dem
Strahl ihren Vater, der sie aufhalten will und sich vor Kirk stellt.
Lenore, die über diese Ereignisse den Verstand verliert, bricht
zusammen. Sie wird zur psychischen Behandlung auf eine Kolonie
gebracht, um ihre Vergangenheit zu verarbeiten.
Besprechung
"The Conscience of the King" ist eine ungewöhnliche Star
Trek-Episode: Diesmal geht es nicht um "to boldly go where no man
has gone before", sondern wir sehen einen Krimi, der auch viele
psychologische und literarische Elemente enthält. Schon der Titel
"The Conscience of the King" zeigt dies an, denn das ist ein Zitat
aus Hamlet: "I know my course. The spirit that I have seen may be a
devil... I'll have grounds more relative than this. The play's the
thing wherein I'll catch the conscience of the king." Zu Beginn
sehen wir einige Szenen aus Macbeth, die die Theatertruppe spielt.
Am Ende auf der Enterprise führen sie Hamlet auf. In der ganzen
Folge sind immer wieder Anspielungen auf die Charaktere aus Macbeth
und Hamlet in Kodos und Lenore zu erkennen. Beispielsweise hat
Lenore einiges mit Lady Macbeth oder Ophelia gemeinsam.
Janice Rand hat in dieser Folge nur einen kurzen Auftritt. Es ist
ihr letzter in der Star Trek-Serie. Dafür erscheint noch einmal Lt.
Riley, den wir in "The Naked Time" kennenlernten und der später in
einigen ST-Romanen wieder erscheint. Für ihn singt Lt. Uhura das
Lied "Beyond Antares", mit dem Nichelle Nichols im Fandom als
Sängerin berühmt wurde. Sie hat dieses Lied auch als Schallplatte
herausgebracht. Lenore Karidian trägt fünf verschiedene Kostüme (so
viele trug kein anderer ST-Darsteller in einer Folge), und auch ihre
Frisur ändert sie immer wieder. Dr. Leigthon trägt auf seiner
rechten Gesichtshälfte eine schwarze Gummiplatte, was man aber nicht
sofort erkennen kann. Es bleibt offen, ob sein entstelltes Gesicht
auf Kodos zurückzuführen ist. Seine Frau Martha ist im typischen
Stil der 60er Jahre gekleidet.
Der Anfang der Folge ist ungewöhnlich für Star Trek: Man sieht
als erstes eine Szene aus Macbeth, erst etwas später erscheint Kirk
im Bild.
Der Planet Q ist der rot-weiße Standardplanet, wie auch der
Planet am Ende der Folge, wobei es ungeklärt bleibt, ob dies die
Benecia-Kolonie ist. Diese Kolonie wird noch einmal in "Turnabout
Intruder" erwähnt. Aus dem Fenster des Hauses der Leightons ist im
Hintergrund die Stadt aus der Picknickszene von "The Cage" zu sehen.
Die Filmmusik enthält viele neue Elemente, mit einer neuen
Version der ST-Fanfare. Die Musik wird teilweise in anderen Folgen
wieder verwendet, wie z.B. in "The Return of the Archons" und "Shore
Leave". Während der Party bei den Leightons hört man im Hintergrund
eine etwas abgewandelte Fassung der ST-Titelmelodie. Das ist einer
der ganz seltenen Fälle (neben "The Cage" und "Court Martial"), in
denen die Titelmelodie innerhalb einer Episode erscheint.
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