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Die
Handlung
Die Enterprise, die bei ihrer letzten
Mission auf Rigel VII einige Besatzungsmitglieder verlor, kehrt zur
nächsten Raumbasis zurück. Captain Pike ist mit sich gar nicht
zufrieden, gibt sich die Schuld am Tod der Besatzungsmitglieder und
würde am liebsten den Dienst quittieren und mit orionischen
Sklavenmädchen handeln oder ein friedliches Leben auf der Erde
führen. Da erreicht die Enterprise ein Notruf von der S.S. Columbia,
die vor 18 Jahren auf den Planeten Talos IV abstürzte. Trotz ihres
Zustands fliegt die Enterprise Talos IV an, um dem Notruf
nachzugehen. Captain Pike beamt mit einer Landegruppe hinunter und
findet ein Camp von Überlebenden. Die Männer sind in bemerkenswert
guter Verfassung. Unter ihnen befindet sich auch eine junge Frau,
Vina, die beim Absturz noch ein kleines Kind war. Die Überlebenden
können es gar nicht glauben, wieder Menschen zu sehen und welche
Fortschritte die Technik gemacht hat. Vina möchte Captain Pike etwas
zeigen und führt ihn von dem Lager fort zu den Felsen. Dort
verschwindet sie plötzlich, wie auch das ganze Lager der
Überlebenden, und aus einem verborgenen Lift im Felsen kommen zwei
Talosianer heraus, betäuben Captain Pike und verschwinden mit ihm im
Lift. Spocks Rettungsversuche kommen zu spät.
Pike kommt in einem Glaskäfig zu sich und stellt fest, daß er
sich in einer Art intergalaktischem Zoo befindet. In den Käfigen in
seiner Nachbarschaft sind fremde Wesen aus der ganzen Galaxis
eingesperrt. Drei Talosianer kommen herein und begutachten ihr neues
Exemplar. Sie sind Telepathen und unterhalten sich interessiert über
die primitiven Menschen und wie einfach sie sie mit dem gefälschten
Notruf herlocken konnten. Erst jetzt begreift Pike, daß das Lager
der Überlebenden nur eine Illusion der Talosianer war. Seine
Drohungen von der Kampfkraft der Enterprise rufen bei den
Talosianern nur Amüsement hervor. Dann beginnen die Tests, und er
wird einer neuen Illusion ausgesetzt. Captain Pike findet sich auf
Rigel VII vor dem Schloß der Kalaren wieder, wo der Kampf stattfand,
der einigen seiner Leute das Leben kostete. Vina erscheint in dem
Kostüm eines mittelalterlichen Burgfräuleins, und einer der
neandertalerähnlichen Kalaren kommt auf sie zu. Pike und Vina
fliehen in die Burg, und bei dem folgenden Kampf tötet er mit Vinas
Hilfe seinen Gegner. Wenig später befinden sie sich wieder in der
Zelle, und Pike fragt sich, weshalb Vina bei ihm ist und wie real
sie überhaupt ist. Vina meint, sie sei so real, wie er sich es
wünsche.
Inzwischen hat man von der Enterprise eine Laserkanone auf den
Planeten transportiert, die die gesamte Energie des Schiffs in einem
Strahl bündeln kann. Aber selbst mit voller Energie gelingt es ihnen
nicht, den Liftschacht der Talosianer freizusprengen. Pike bekommt
mittlerweile einige Informationen aus Vina heraus. Vor vielen
Jahrtausenden verwüstete ein Krieg die Oberfläche von Talos IV, und
die Talosianer zogen sich in ihre unterirdischen Komplexe zurück.
Doch das Leben unter der Oberfläche engte sie zu sehr ein, und sie
entwickelten ihre illusorischen Kräfte und lebten ständig in einer
von ihnen geschaffenen Illusion. Sie landeten aber damit in einer
Falle, da sie sich nur noch ihren Illusionen hingaben und nicht
einmal mehr die Maschinen ihrer Vorfahren reparieren konnten.
Vina windet sich plötzlich in Schmerzen und verschwindet.
Offensichtlich wird sie von den Talosianern bestraft. Der
talosianische Wächter bringt Pike einen Nährtrunk und überredet ihn,
die Flüssigkeit zu trinken, indem er ihn kurzzeitig in die Illusion
einer brennenden Hölle versetzt. Auch härtere Strafen sind möglich,
da es in Pikes Gedächtnis noch schlimmere Szenarien gibt. Aber
allmächtig sind die Talosianer auch nicht, denn sie können nicht
einfach ein Hungergefühl in Pike projizieren. Pike stellt auch fest,
daß sie primitive, heftige Emotionen wie Wut auch nicht lesen
können. Der Magistrat erklärt, daß Vina beim Absturz der Columbia
damals die einzige Überlebende war und sie sie wieder
zusammenflickten. Sie lockten Pike hierher, um einen Partner für
Vina zu bekommen, damit sich die menschliche Rasse auf Talos IV
fortpflanzen kann.
Die nächste Illusion versetzt Pike in einen Park, wo Vina ein
Picknick für ihn vorbereitet hat. Auch Pikes altes Pferd Tango
erscheint neben ihm. Pike ist in dieser Illusion wieder zuhause, in
Mojave, wo er sich nach der Mission auf Rigel VII hingesehnt hatte.
Aber er spielt das Spiel nicht mit und fragt Vina weiter aus und
erkennt, daß es die Möglichkeit gibt, das Leben mit all seinen
Abenteuern und Gefahren zu leben oder nur seinen Träumen
nachzugehen, bis man, wie die Talosianer, in ihnen gefangen ist. Die
Illusion wechselt sprungartig, und Pike findet sich an einem reich
gedeckten Tisch in einer mittelalterlichen Burg auf dem Planeten
Orion wieder. Er selbst ist in der Rolle eines orionischen Mächtigen
und sitzt am Tisch mit einem Sklavenhändler. Auf der Bühne tanzt ein
grünes orionisches Sklavenmädchen - Vina. Aber auch in dieser
dritten Version gelingt es ihr nicht, ihn zu verführen.
Die Enterprise hat es nicht geschafft, den unterirdischen Komplex
der Talosianer nach Pikes Aufenthaltsort zu sondieren, und daher
beschließen sie, direkt in die Höhlen zu beamen, auch auf die Gefahr
hin, daß alles nur eine talosianische Illusion ist und sie mitten im
Felsen materialisieren. Als die Landegruppe zum Beamen bereit ist,
verschwinden nur die beiden Frauen - Nr. 1 und Yeoman Colt - und
materialisieren in Pikes Käfig. Die Talosianer sind begeistert, denn
Pike hat nun eine größere Auswahl, um Nachkommen zu zeugen, was
Vinas Eifersucht hervorruft.
Die Laser der beiden Frauen funktionieren hier nicht, und als
Pike wütend wird, schicken die Talosianer ihn erneut in eine
Bestrafungsillusion. Pike füllt seinen Geist so mit Haß und Zorn an,
daß die Talosianer diese primitiven Gedanken nicht mehr lesen
können. Nach mehreren Stunden will der Magistrat die in einer Ecke
liegenden Laser der beiden Frauen aus dem Käfig holen, und bei
dieser Gelegenheit zerrt Pike ihn in den Käfig. Pike ist überzeugt,
daß er nur die Illusion erzeugt, daß die Laser nicht funktionieren,
und als er droht, es an seinem Kopf auszuprobieren, gibt der
Magistrat auf, und tatsächlich erscheint die bisher verborgene Lücke
in der Wand, die Pike mit dem Laser geschossen hatte. Mit dem
Magistrat als Geisel kehren sie auf die Oberfläche zurück. Dort
stellen sie fest, daß auch der gegen Laserbeschuß resistente
Liftschacht im Felsen nur eine Illusion war.
Inzwischen übernehmen die Talosianer die Kontrolle über die
Enterprise, als diese angesichts der Tatsache, daß sie gegen die
Talosianer nichts ausrichten können, den Orbit verlassen will, und
legen alle Systeme lahm. Der Talosianer hat immer noch die Absicht,
mit Pike und einer der Frauen eine neue Menschenrasse zu züchten. Da
macht Nr. 1 nicht mehr länger mit und stellt ihren Laser auf
Selbstzerstörung ein. Sie ist eher bereit, sich selbst und die
anderen zu töten, als Mutter einer Sklavenrasse von Menschen auf
Talos IV zu sein. Erst hier erkennt der Magistrat, daß die Menschen
eher bereit sind zu sterben, als ein Leben in Gefangenschaft zu
verbringen, selbst wenn diese Gefangenschaft äußerst angenehm ist.
Das macht sie als Rasse für die Talosianer zu gewalttätig und
ungeeignet. Das ist aber das Ende der Talosianer, da die Menschen
ihre letzte Hoffnung waren. Eine Zusammenarbeit ist nicht möglich,
da die Menschen die Macht der Illusion nicht erlernen dürfen. Pike
schickt Nr. 1 und Yeoman Colt auf die Enterprise zurück und erlebt
zum ersten Mal Vina, die auf Talos IV bleiben möchte, in ihrer
wirklichen Form: eine alte und entstellte Frau. Die Talosianer
flickten die einzige Überlebende des Absturzes wieder zusammen,
hatten aber noch nie einen Menschen vorher gesehen und wußten nicht,
wie sie sie richtig zusammensetzen sollten. Aber auf Talos IV kann
Vina in der Illusion leben, eine junge und attraktive Frau zu sein.
Die Talosianer geben ihr nun noch mehr: Die Illusion, außerdem noch
mit Pike zusammenzusein.
Der Captain kehrt auf die Enterprise zurück, und als die
Enterprise Talos IV verläßt, hat Pike seine depressive Phase
überwunden und ist zu neuen Abenteuern bereit.
Besprechung
Mit dieser Geschichte wurde der Grundstein zu Star Trek
gelegt. Nach langem Suchen hatte Gene Roddenberry mit Desilu endlich
ein Filmstudio gefunden, das bereit war, eine neue Serie zu
produzieren, und NBC zeigte Interesse, sie zu kaufen. Daher gaben
sie den Pilotfilm in Auftrag. Das Budget für "The Cage" wurde weit
überschritten, und NBC lehnte den Film schließlich ab, da er als zu
anspruchsvoll für das amerikanische Fernsehpublikum galt.
"The Cage" hat es in der Tat in sich: Eine fremde Rasse, die
nicht die Erde erobert, um alle Männer zu töten und die Frauen zu
heiraten, sondern intelligente Außerirdische mit nachvollziehbaren
Problemen, die ihre Handlungsweise verständlich machen. Dazu kommt,
daß der Konflikt nicht gelöst wird, indem sie Talos IV in die Luft
sprengen, sondern den Freiheits- und Lebenswillen der Menschen so
deutlich machen, daß sie damit als Rasse für die Talosianer
ungeeignet sind. Am Ende erweisen sich die ach so bösen Talosianer
als äußerst gütig, als sie Vina ein angenehmes Leben in der Illusion
ermöglichen.
Auch die Besatzung der Enterprise unterscheidet sich von
Raumschiffsbesatzungen in anderen Serien: keine neunmalkluge Jungen,
trottelige Wissenschaftler und freundliche Roboter, die mehr
Klischees als wirkliche Charaktere darstellen wie in "Lost in
Space", sondern eine effektiv zusammenarbeitende Crew, zu der sogar
ein Außerirdischer, der direkt aus der Hölle kommen könnte, und als
erster Offizier eine Frau gehören. Eine Frau in einer
verantwortungsvollen Position! Das war für NBC zuviel, und sie
bestanden daher darauf, Nr. 1 und Mr. Spock zu streichen, als sie
einen zweiten Pilotfilm genehmigten, denn sie erkannten, welches
Potential doch in dieser Serie steckte. Allerdings sollte der zweite
Pilotfilm actionreicher und nicht so tiefsinnig sein. Der Weg für
"Where No Man Has Gone Before" war geebnet.
Da "The Cage" bei NBC gnadenlos durchfiel, wurde der Film auch
nie im Fernsehen gesendet. Die Weltpremiere erlebte "The Cage" im
September 1965 auf der SF-Weltcon in Cleveland/Ohio und erschien
Jahre später als Videospecial mit einer Einführung von Gene
Roddenberry. Da damals die Farbkopie des Bandes nicht verfügbar war,
wurde so weit wie möglich das Material aus "The Menagerie" verwendet
und die Teile, die nicht in "The Menagerie" zu sehen war, wurden in
schwarz-weiß eingefügt. Mittlerweile gibt es aber auch eine volle
Farbversion von "The Cage", die im Rahmen des Specials "The Star
Trek Saga: From One Generation to the Next" gezeigt wurde und auch
bei SAT.1 in Deutsch lief.
Pilotfilme unterscheiden sich häufig von den regulären Episoden
einer Serie. Bei "The Cage" ist dieser Unterschied besonders
deutlich, da außer Mr. Spock die gesamte Besatzung ausgewechselt
wurde. Auch die Kulissen unterscheiden sich noch deutlich. Die
Brücke wirkt kleiner und primitiver, so hat z.B. jeder an seiner
Konsole eine Art Stehlampe. Im Transporterraum ist ein lautes
Brummen zu hören, das erst in "Where No Man Has Gone Before" in ein
leises Summen umgewandelt wird. Der Transportereffekt ist schon der
vertraute, allerdings wird beim Beamen das Summen des laufenden
Transporters von einem metallischen Geräusch überlagert. Die
Uniformen der Besatzung unterscheiden sich total von denen der
Serie. Die Farben sind beige, rötlich und blau (Spock trägt hier die
blaue Uniform der Wissenschaftsabteilung) und ähneln fast
Sweatshirts mit Strickbündchen, wobei der Kragen die Farbe der
Uniform hat. Die Uniformen werden noch in "Charlie X" von der
Besatzung der Antares getragen. Die Frauen haben weite Rollkrägen.
Bei Landeunternehmen tragen alle dunkle Jacken darüber, die nie
wieder in der Serie vorkommen, sowie Rucksäcke und andere Taschen.
Am deutlichsten sind die Unterschiede bei den Charakteren. Nr. 1
hat die kühlen, emotionslosen Eigenschaften, die später auf Spock
übertragen werden, während Spock sich nicht anders als ein Mensch
verhält. Auf Talos IV sehen wir ihn beim Anblick blauer Blumen breit
grinsen, was interessanterweise in "The Menagerie" übernommen wurde.
Spocks Augenbrauen sind viel steiler und der Pony noch nicht so
ordentlich gekämmt.
Ungewöhnlich ist auch die Eröffnungsszene: Man sieht die
Enterprise durch das All fliegen, und als sie näherkommt, fehlt die
Decke der Brücke, und man kann von außen in die Geschehnisse auf der
Brücke hineinsehen. Als sie mit Warpgeschwindigkeit fliegt,
erscheint sie durchsichtig, und man sieht die Sterne durchschimmern.
Dabei wird auch die Vorspannmusik gespielt. Der Vorspann selbst ist
noch grundverschieden von dem in der Serie. Von den Darstellern
werden nur Jeffrey Hunter und Susan Oliver (die beide schon
verstorben sind) genannt, die Enterprise fliegt aus anderen
Perspektiven durch das All, und die Titelmelodie endet nicht wie
gewohnt, sondern wird ausgeblendet. Der Titel "The Cage" wird
während der ganzen Folge nicht eingeblendet. Er wurde ihr auch erst
viel später, nach Beendigung von "The Menagerie", verliehen.
Während heutzutage ein Pilotfilm auch eine Serie einleitet und
zeigt, wie die Hauptcharaktere zusammenfinden (siehe z.B. "Encounter
at Farpoint" (TNG), "The Emissary" (DS9) und "Caretaker" (Voyager)),
erzählt "The Cage" ein ganz gewöhnliches Abenteuer der Enterprise,
das auch während der Serie (mit den entsprechenden Charakteren)
hätte spielen können. Ungewöhnlich ist die Länge von 67 Minuten,
während "Where No Man Has Gone Before" die Länge einer regulären
TV-Episode hatte und die Pilotfilme der heutigen Serien jeweils 90
Minuten.
Da "The Cage" bei NBC als Episode durchfiel und nicht gesendet
wurde, wollte Gene Roddenberry sie dennoch dem Publikum
präsentieren. Als reguläre Folge konnte sie nicht gesendet werden,
da die Unterschiede zu den anderen Episoden zu groß waren. Daher
schrieb Gene "The Menagerie", den einzigen Zweiteiler der Serie.
In dieser Folge werden die Ereignisse aus "The Cage" im Rückblick
präsentiert und als "vor 13 Jahren geschehen" deklariert. Die
Rahmenhandlung baut auf "The Cage" auf, und die Enterprise besucht
erneut Talos IV. So können alle Veränderungen durch die bis dahin
verstrichene Zeit erklärt werden. Bei den Rückblicken in dieser
Episode fehlt das Ende, als die Talosianer Vina die Illusion geben,
daß Pike mit bei ihr sei, da diese Illusion in "The Menagerie"
gebraucht wurde, um zu zeigen, daß Pike nun wieder ein Leben als
junger und gesunder Mann zusammen mit Vina verbringt. Jeffrey Hunter
stand für "The Menagerie" nicht mehr zur Verfügung, und daher wurde
Captain Pike hier von Sean Kenney - unter viel Schminke versteckt -
dargestellt. "The Menagerie" wurde 1966 mit dem HUGO Award (wie auch
1967 die Story von "The City on the Edge of Forever")
ausgezeichnet.
Was später mal Phaser werden, sind noch Laser, und die hier
eingesetzte Laserkanone taucht in keiner anderen Episode wieder auf.
Ihre Energie ist so groß, daß der Landetrupp bei ihrem Einsatz
Schutzbrillen trägt, die in "Operation: Annihilate!" wieder zu sehen
sind.
Die Talosianer sind trotz der einfachen Mittel von 1964 auch
heute noch eine der faszinierendsten Rassen im Star
Trek-Universum. Sie haben sehr große Köpfe, da sie nur mit ihren
riesigen Gehirnen in der Lage sind, die Illusionen zu erzeugen. Auf
dem Kopf des Magistraten sieht man regelmäßig eine Ader pulsieren.
Die Talosianer wirken besonders fremdartig, da sie alle von Frauen
gespielt, aber mit Männerstimmen nachsynchronisiert wurden, was
leider in der deutschen Fassung nicht übernommen wurde. Hier handelt
es sich um eine Magistratin. Alle Talosianer tragen lange, silberne
Gewänder, wie sie damals in der SF üblichen waren. Vina trägt eine
Minikleidversion aus diesem Stoff. Die Gewänder passen aber sehr gut
zu den bleichen Gesichtern und der ganzen Szenerie.
Die Picknick-Illusion ist die einzige Szene in der gesamten
Classic-Serie, in der man die Erde des 23. Jahrhunderts sieht. Im
Prinzip wird ein ganz normaler Park gezeigt, allerdings ist im
Hintergrund eine futuristische Stadt zu sehen, die Mojave darstellen
soll. Diese Stadt sieht man wieder auf dem Planeten Q in "The
Conscience of the King".
Vinas grünes Make up als grünes orionisches Sklavenmädchen
stellte die Produzenten vor erhebliche Probleme. Für Probeaufnahmen
wurde Majel Barett mit der grünen Farbe versehen und gefilmt, doch
als der Film entwickelt wurde, hatte ihre Haut die normale Farbe.
Also mehr grüne Farbe, aber mit dem gleichen Ergebnis. Noch mehr
Farbe, und erst nach einigen Versuchen stellte sich heraus, daß das
Fotolabor bei der Entwicklung der Filme alles menschenmögliche
unternahm, um der anscheinend fehlbelichteten Schauspielerin zu
ihrer normalen Gesichtsfarbe zu verhelfen. Nachdem das
Mißverständnis aufgeklärt wurde, gab es keine Probleme mehr. Die
Orioner sind in ihrer wahren Gestalt nur noch in der
Zeichentrickfolge "The Pirates of Orion" zu sehen. Allerdings
maskiert sich ein Orioner in "Journey to Babel" als Andorianer, und
ein orionisches Schiff greift die Enterprise an.
Die orientalische Musik zu Vinas Tanz wird erneut für Karas
Bauchtanz zu Beginn von "Wolf in the Fold" gespielt. Rigel ist ein
blauer Riesenstern im Sternbild Orion. Das Rigel-System ist in
Star Trek sehr populär. Zu diesem System gehört auch die
Dilithiumabbaukolonie auf Rigel XII ("Mudd's Women") sowie die
Rigel-Kolonien, die in "The Doomsday Machine" erwähnt werden. Auch
der Planet Orion (Rigel XIII) soll in diesem System liegen. Wie in
"Journey to Babel" erwähnt wird, gibt es auf Rigel V eine Rasse,
deren Physiologie der der Vulkanier sehr ähnlich ist.
Das Planetenmodell von Talos IV erscheint nur noch in "The
Menagerie", wird aber nie für einen anderen Planeten eingesetzt. Man
erkennt einige violette, gelbe und graue Gebirge und Krater, und der
Planet erweckt den Eindruck einer öden Wüste. Wasser ist nicht zu
erkennen. Die Oberfläche zeigt Felsen und einen grauen Himmel mit
tiefhängenden Wolken und muß auch für Delta-Vega und Tantalus V
herhalten.
Majel Barrett, die Frau (mittlerweile Witwe) von Gene
Roddenberry, ist in der Serie unter einer blonden Perücke als
Krankenschwester Chapel und in TNG und DS9 als Lwaxana Troi zu sehen
und in allen ST-Serien als Computer der Enterprise und aller anderer
Föderationsschiffe und -stationen zu hören. Jon Lormer spielt in
"The Return of the Archons" Tamar und in "For the World is Hollow
and I Have Touched the Sky" den alten Mann, der vom Orakel bestraft
wird.
Die Bezeichnung "Nr. 1" für den ersten Offizier wird in TNG
wieder für William Riker eingeführt.
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