Stilblüten aus Briefen an das Finanzamt "Liebes Finanzamt, meine Mittel und ich sind beschränkt" "In dem Einkommensteuerbescheid habe ich meine Tochter Karin vermisst, die ich in meiner Erklärung mit abgegeben habe." Daß die Kosten für die Beerdigung nicht anerkannt werden, ist eine Schweinerei. Sterben Sie einmal, werden Sie sehen, wie teuer alles ist." "Ich brauche keine fremden Arbeitskräfte mehr, sondern mache mit meiner Frau alles alleine." "Sie können mir keinen Vorwurf machen, wenn ein Mensch zu dumm dazu ist, dieses Formular auszufüllen, denn ich bin ein Kunstdrechsler und keine Bürokratenseele." "Genaue Angaben über unser Einkommen können wir nicht machen. Da der größte Teil unserer Einnahmen aus landwirtschaftlichen Erzeugnissen besteht, können die Angaben niemals der Wahrheit entsprechen." "Seit dem Tode meines Mannes kann ich die monatlichen Belastungen nicht mehr allein tragen. Ich bitte, mir dabei behilflich zu sein." "Um keinen Fehler zu machen, habe ich die Erklärung vorsichtshalber nicht unterschrieben." "Die Umsatzsteuer bitte ich, bis zum Ende des Monats zu stunden. Ich habe bis jetzt immer pünktlich gezahlt und versichere Ihnen, daß ich dies nicht zur Gewohnheit werden lasse." "Ich bin steuerlich nicht vorgebildet und kann mich daher nur wahrheitsgemäß äußern." "Die Kosten für den Ofen müssen Sie anerkennen. Wenn Sie einmal bei mir schlafen sollten, werden Sie merken, wie kalt es bei mir ist." "Mir macht es als beinahe 60-jähriger keine Freude mehr, noch täglich in fremden Betten von Dorf zu Dorf zu ziehen." "Ferner habe ich eine Schwiegermutter im Hause, was eine Wertminderung meines Anwesens bedeutet." "Ich habe mich kürzlich hier als Schädlingsbekämpfer niedergelassen und würde gern mal bei Ihnen vorbeikommen." "Ich bitte hiermit das Kind zu streichen, da es ein Versehen des Bürgermeisters war." "Ich habe nach dem Unfall heute noch Schmerzen, bei jedem Wetterumschwung und bei jedem Fehltritt." "Ich brauche die Steuerkarte dringend, da ich morgen ein neues Verhältnis anfange." "Ich reiche nicht mit meinem Mann zusammen ein, da wir in Scheidung leben. Er würde mir das Geld, was mir zusteht nicht geben, sondern in der nächsten Kneipe versaufen. Darum bitte ich Sie, dies zu berücksichtigen." Ein Berater: "Ich bitte um Frist zur Einreichung meines Mandanten......." Ein Berater schreibt: "Mein Mandant betreibt Güternahverkehr in gemieteten Räumen......." Aus dem Stundungsantrag einer Brauerei: "Es ist ein wesentlicher Punkt, daß derzeit unsere flüssigen Mittel eingefroren sind......" "Ich habe mich als Lumpensammler niedergelassen. Habe einen großen Lumpenbezirk, alles vornehme Leute......" "Ich habe gehört, daß die Steuer auch niedergeschlagen werden kann, ich bitte, meine Steuer so niederzuschlagen, daß sie nicht mehr aufsteht... " Stilblüten aus Versicherungsschreiben Ein Fußgänger rannte in mich und verschwand dann wortlos unter meinem Wagen. Der andere fuhr mal links, dann nach rechts, dann wieder nach links, ehe ich mit ihm kollidieren konnte. Der andere Wagen war absolut unsichtbar, und dann verschwand er wieder. Als ich auf die Bremse treten wollte, war diese nicht da. Ich mußte ihn leider aufs Korn, d.h. auf den Kühler nehmen, dann fegte ich ihn seitlich über die Windschutzscheibe ab. Ein Friseur schreibt: "Ihr Versicherungsnehmer fuhr vorn in meinen Salon. Während der Reparaturzeit war ich nur beschränkt tätig. Ich konnte meine Kunden nur noch hinten rasieren und schneiden." Der Passant wußte einfach nicht wohin, und so überfuhr ich ihn." Kann leider die Prämie nicht zahlen. Letzte Woche haben wir ein Kind gekriegt und morgen kriegen wir Kohlen. "... bin schwerkrank gewesen und zweimal fast gestorben. Da können Sie mir doch wenigsten das halbe Sterbegeld auszahlen." Einnahmen aus der Viehhaltung haben wir keine. Mit dem Tod meines Mannes ging das letzte Rindvieh vom Hof. Ich habe nun so viele Formulare ausfüllen müssen, daß es mir bald lieber wäre, mein Mann wäre überhaupt nicht gestorben. Ich dachte, das Fenster sei offen, es war jedoch geschlossen, wie sich herausstellte als ich meinen Kopf hindurchsteckte. Seit 2 Jahren zahle ich einen Risikozuschlag wegen Haarausfall. Jetzt habe ich keine Haare mehr, so können Sie den Zuschlag aufheben. Seit der Trennung von meinem Mann wird jeder notwendige Verkehr durch meinen Anwalt erledigt. Ihr Computer hat mir ein Kind zugelegt. Ich habe aber kein Kind. Schon gar nicht von Ihrem Computer. Ich teile Ihnen höflich mit, daß meine Frau auf Anordnung von Herrn Dr. M. infolge eines Herzanfalls gestorben ist. Mein Vater hat mich verdroschen. Er sagt, von Ihnen bekomme ich Schmerzensgeld... Auf zahnärztliche Behandlung kann ich verzichten. Meine Zähne liegen in Rußland, bei Welikija Luki, gleich neben der Kirche, links. Dr. K. hat mir neue Zähne eingesetzt, die zu meiner Zufriedenheit ausgefallen sind. Vorerst habe ich nicht die Absicht zu sterben und brauche deshalb keine Sterbeversicherung. Wenn es soweit ist, rufe ich bei Ihnen an. Haben Sie vielen Dank für die mir geleistete Hilfe bei der Brandstiftung meiner Scheune.